Tirana plant, das umstrittene Asylverarbeitungsabkommen bei seinem EU-Beitritt zu beenden, wie Außenminister Ferit Hoxha erklärt.
ℹ️ Browser-Stimme · KI-Studiostimme bald verfügbar

Albanien wird sein Migrationsabkommen mit Italien nicht über 2030 hinaus erneuern, teilte Außenminister Ferit Hoxha Euractiv exklusiv mit und signalisiert damit ein Ende der umstrittenen Vereinbarung, während sich Tirana auf die EU-Mitgliedschaft vorbereitet.
Das bilaterale Abkommen, das es Italien ermöglicht, Asylanträge in Einrichtungen in Albanien zu bearbeiten, steht im Zentrum von Roms Migrationsstrategie. Hoxhas Aussage deutet darauf hin, dass Albanien das Abkommen als unvereinbar mit dem vollen EU-Mitgliedschaftsstatus ansieht.
Die Erklärung bringt Unsicherheit in Italiens langfristige Migrationspolitik. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich für das Abkommen als Modell für die Bekämpfung irregulärer Ankunften stark gemacht. Die EU-Mitgliedschaft Albaniens würde eine Anpassung an die Migrations- und Asylstandards des Blocks erfordern, was möglicherweise mit bilateralen Vereinbarungen zur Verarbeitung durch Drittländer in Konflikt gerät.
Albaniens Außenminister hat signalisiert, dass das Land seinen Migrationsverwaltungsabkommen mit Italien nicht über 2030 hinaus verlängern wird, da es mit den Anforderungen der EU-Mitgliedschaft unvereinbar ist. Dies beendet die bilaterale Vereinbarung, die zentral für die Strategie von Premierministerin Meloni zur Bewältigung irregärer Ankünfte war.
Sollte Albanien folgen, wird Italien seinen Migrationsansatz in den nächsten sechs Jahren überarbeiten müssen, was möglicherweise Verarbeitungszeiten und Kosten für Asylverfahren beeinträchtigt. Die Unsicherheit signalisiert auch, dass EU-Mitgliedschaftsregeln andere Kandidatenländer möglicherweise dazu zwingen, ähnliche Migrationsverwaltungsabkommen mit Drittländern zu beenden, was die Art und Weise umgestaltet, wie der Bloc Migration handhabt.